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Zeckengefahr auch in Städten



Zecken erobern die Städte: Das Risiko einer Infektion mit Lyme-Borreliose droht inzwischen selbst in städtischen Parks, Gärten und auf Spielplätzen. Laut einer aktuellen Studie der Universität Hohenheim befinden sich Zecken in allen Gärten und Grünanlagen von Großstädten, denn Wirtstiere wie Mäuse, Ratten, Vögel oder Wildtiere finden hier immer mehr geeignete Lebensräume. Wer nicht selbst in Parks und Wäldern unterwegs ist, kann trotzdem durch Haustiere, insbesondere freilaufende Katzen, mit Zecken in Berührung kommen. Auch die klimatischen Rahmensbedingungen haben sich verändert: In den Städten ist es heute im Schnitt zwei bis drei Grad wärmer als im Umland - ein Paradies für Zecken, denn die lieben höhere Temperaturen. Sinkt das Thermometer nicht unter sieben Grad Celsius, bleiben Zecken auch im Winter aktiv. 

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Das Risiko, sich durch einen Zeckenstich mit Lyme-Borrelien zu infizieren, liegt im bundesweiten Durchschnitt bei rund 50 Prozent. Wo es zwischen Flensburg und Konstanz geeignete Wirte gibt, sind auch mit Borrelien infizierte Zecken unterwegs. Sticht eine Zecke zu, dauert es durchschnittlich zehn Stunden bis sie Borrelien überträgt. Oft breitet sich daraufhin eine sogenannte Wanderröte ringförmig um den Einstich aus. Die Bakterien verteilen sich im Körper und können ins Nervensystem, in die Gelenke oder das Herz eindringen. Wird die Krankheit chronisch, führt das auch Jahre oder Jahrzehnte später zu Hautveränderungen sowie zu Gelenk- oder Nervenschäden. 

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Neue Krankheitserreger entdeckt

Aber nicht nur Borreliose kann mit dem Stich der Zecken übertragen werden. Auch ganz neue bakterielle Zeckenerkrankungen kommen dazu, warnen Experten des Robert Koch Instituts (RKI) in Berlin. Diese Erreger können zu Schlaganfällen und vermutlich auch Herzinfakten führen. Die Forscher des RKI sammelten Zecken aus verschiedenen Gebieten in und um Berlin. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass bereits bis zu 20 Prozent aller Zecken die neuen Erreger in sich tragen. Auch neue Zeckenarten verbreiten sich hierzulande - und tragen weitere Krankheitserreger in sich, die man bisher nur aus südlichen Ländern kennt. Mehr als zehn für den Menschen gefährliche Erreger wiesen die Forscher in den Zecken nach. Einige zerstören die Wände der Blutgefäße und könnten Ursache vieler Thrombosen sein.

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                                                                                                                                      Quelle: www.ndr.de

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